04 August 2016

What next?


Die KVR MixChallenge ist durch, ebenso die Promotion über Track Spark. Achja, mein Caractère Soundset habe ich ebenfalls veröffentlicht.
Doch, Juni und Juli waren zwei recht produktive Monate.

Somit habe ich mich in den letzten zwei Wochen mit neuen Ideen und Lernmaterial beschäftigt. Mein neues Microsoft Surface Pro 4 hat mich dazu gebracht, den Stylus in die Hand zu nehmen und zu malen... und ich denke, ich werde das definitiv zur Abwechslung weiter verfolgen - macht einfach Spaß!

Was dabei rauskommt? Sowas:


Genauso suche ich immer noch nach Möglichkeiten eine Review Seite auf bjulin.de zu starten. Das größte Problem dabei ist eigentlich tatsächlich die Videoaufnahme und Bearbeitung. Soll ja schon nach was aussehen und möglichst wenig Zeit in Anspruch nehmen. Hierfür einen passenden Workflow zu finden ist wirklich nicht so einfach. Dennoch, die Grundlage ist gelegt!
Das ganze wird ganz sicher kein ewiges "blabla" darstellen. Ich werde mich darauf beschränken sinnvolle Audiotests durchzugehen und die Plugins für sich sprechen zu lassen, mit einer kurzen Bewertung am Ende.

Irgendwie kann ich mich auch einfach nicht von dem Gedanken trennen, Spiele zu machen. Das schwierigste daran ist, nicht zu viel von mir selbst zu erwarten - auch ein kleines Spiel kann Spaß machen, wenn es denn gut umgesetzt ist. Und auch hier habe ich so langsam aber sicher das Gefühl ansetzen zu können.

...Geduld! Geduld mit mir selbst und kontinuierliches, entspanntes, freudiges Arbeiten... in dieser schnelllebigen Zeit, in der alles jetzt und heute geschehen muss - scheint wirklich eine tolle Qualität zu sein, die man sich erst hart erarbeiten muss!

09 Juni 2016

Viel los hier!

Zur Zeit komm ich wirklich kaum dazu etwas zu schreiben.
Dennoch - wieder einmal merke ich wie gut es ist, einfach kontinuierlich mit kleinen als mit ungleichmäßigen großen großen Schritten zu gehen. Man erreicht so viel mehr... ich bin selbst immer wieder höchst erstaunt!

Ein neuer Teilzeitjob, Schulungen, KVR MixChallenge, Bjulin Waves Soundset, eine Partneraktion im Juli und natürlich mein Privatleben... ja, ist schon einiges. Gerade die Schulung im neue Teilzeitjob nimmt natürlich viel Zeit in Anspruch. Aber ist am Anfang natürlich notwendig und sinnvoll. Diese Woche werde ich die Schulung beendet haben und dann habe ich wieder mehr Zeit für alles andere.

Dennoch, die KVR MixChallenge mit meinem Song "Recurring Thoughts" läuft und der erste Teilnehmer hat seinen Mix hochgeladen. Bin wirklich gespannt, was die KVR Leute noch so aus meinem Song rausholen werden.

Zum Glück habe ich das neue Soundset gut vorbereitet. Meine demo writer sind schon fleißig am Werkeln, cover ist auch schon gestaltet, es fehlen nur noch einige wenige sounds, die ich hinzufügen möchte um es zu vervollständigen. Somit konnte ich das Releasedatum bereits auf den 17. Juni festlegen. Läuft!

Dann freu ich mich noch auf die Zusammenarbeit mit einer relativ neuen Plattform, die einige soundsets meiner InspireMe Reihe featuren werden. Wird hoffentlich einen tollen Boost im Bezug auf den Bekanntheitsgrad von "Bjulin Waves" erzeugen. Zumal es um die Zebra 2 soundsets geht und im Juni ja noch das neue CORE Produkt für Zebra 2 online geht. Dazu noch die Tatsache, dass die Jungs einen Mikrofonhersteller mit an Bord haben werden, die sogar einige Ihrer Mikrofone zur Verlosung sponsern.

...sieht alles nach echt guten Timing aus! (Und fühlt sich auch so an!)

18 Mai 2016

Next Level!

Yes - nächstes Ziel erreicht!
Leider darf ich öffentlich noch nicht schreiben, was es neues geben wird. Allerdings wird es Musik von mir erneut auf der WiiU geben. Bin selbst gespannt, wann das ganze online gehen wird.

Jetzt freue ich mich erst mal darauf wieder ein paar Klänge zu kreieren, mich um meine Soundsets zu kümmern. Ist ja schon einiges in arbeit gewesen... nur hatte ich in den letzten Wochen wegen dem Spiel Projekt keine Zeit daran zu arbeiten. Ich hoffe, ich komme da gut vorwärts.

Allerdings gibt es da noch eine interessante Neuigkeit. Mit einem alten Bekannten aus dem OneSynthChallenge konnte ich ein Mobile Game Projekt starten. Momentan sieht es sehr gut aus. Wer weiß, evtl. gibt es bald tatsächlich das erste Bjulin Arts Mobile Game für iOS und Android.

Außerdem würde ich wirklich gerne Videos für meinen Youtube Kanal basteln. Gerade zum Thema produktivität hätte ich schon einiges zu sagen. Aber mein Anspruch lässt nicht zu, das vorhandene Material freizugeben. Die Webcam macht einfach zu schlechte aufnahmen. Das ganze kommt so unsagbar unprofessionell rüber, dass ich da wirklich erst noch eine möglichkeit finden muss bessere Videos zu machen ohne einen haufen Geld zu lassen - was ja ganz schön unproduktiv wäre! ;)

Meinen Blog Lesern wünsche ich eine schöne Zeit und falls jemand Ideen oder Tips in Bezug auf  Youtube Videos hat, immer her damit!

28 April 2016

Meine Workstation

Allgemein bekannt ist, dass Einschränkung die Kreativität steigert. Da ich das vollends unterschreibe und meine Arbeitsweise in den vergangenen zwei Jahren entsprechend angepasst habe, halte ich jetzt einfach mal mein aktuelles Setup fest. In der rechten Leiste unter dem Logo stehen ab jetzt immer die Synths/Effekte, die ich aktuell regelmäßig nutze.

Klar, wie jeder Soundgeek, habe ich noch einiges mehr an Software, allerdings habe ich manches komplett entfernt, anderes nutze ich einfach nicht mehr oder nur sehr selten.

Sicher wird sich der eine oder andere Denken: "Wie kann es nur sein, dass er dieses oder jenes Plugin nicht nutzt", oder "Warum nur nutzt er dieses grauenhafte Plugin". Abgesehen davon, dass ich mich über Empfehlungen freue, möchte ich doch darauf hinweisen, dass es in der Auswahl der Gerätschaften ganz einfach auch um Sympathie geht. Nur weil mir das eine oder andere Plugin nicht zusagt, heißt das nicht, dass es für jemand anderen nicht die Erfüllung sein kann. Insofern, genießt diese Liste einfach nur aus Spaß oder von mir aus auch gerne als Ideensammlung. Nehmt sie nur nicht zu ernst... ;)

Hier noch eine kurze Erklärung, wofür ich die jeweiligen "Geräte" nutze.


Synths/Sampler:

U-he - Hive = Mein Standard-Synth, für alles Mögliche. Mit seiner CPU-Freundlichen Art, ist er für alles zuständig, was KEINEN speziellen Charakter benötigt.

U-he - Diva = Diva ist natürlich für die besonders charakterstarken Sounds zuständig. Seien es analoge Bass-Sounds oder butterweiche weite Flächen.

Native Instruments - Razor = Razor nutze ich gerne für interessante TopBass Sounds / Wobbles oder auch Leads. Durch die additive Synthese hat Razor einen ganz eigenen Charakter, den ich immer wieder gern einsetze um klanglich etwas "anderes" einzubauen.

Xfer Records - Serum = Klar, will man "dreckige" oder auch extrem klare Sounds, braucht man einfach auch einen guten Wavetable Synth. Da Native Instruments es nun schon so lange versäumt Massive zu aktualisieren, bin ich beim Serum gelandet. Und nicht umsonst ist Serum einer der bekanntesten Synths der letzten Jahre geworden. Fast schon schade, dass er fast ausschließlich für "dreckige" Sounds genutzt wird. Das Teil kann wesentlich mehr!

Native Instruments - Battery = Für meinen Geschmack gibt es keinen besseren Drumsampler. Ich habe mir ein eigenes Template gebastelt, um diverse Drum-Sektionen in meiner DAW separat zu mischen. Einfach fantastisch die Samples in einer so sauber gestalteten Oberfläche zu bearbeiten. Da hat Native Instruments tolle Arbeit geleistet.

Native Instruments - Kontakt = Ich denke es ist klar, warum man heute eigentlich nicht mehr auf Kontakt verzichten kann. Es gibt so unglaublich viele, so unglaublich gute Sample-Libraries, dass man ihn einfach gerade für "echte" Instrumente benötigt.

Tone 2 - Electra 2 = Der vorteil von Electra ist, dass er sehr direkt klingt. Auch wenn man mit Electra 2 recht warme Sounds basteln kann, nutze ich ihn gerne für direkte elektornische Sounds.
Synapse Audio - Dune 2 = Ein wirklich fantastisch klingender Synth mit einer außergewöhnlichen Architektur. Leider ist die "differential unison engine" aber auch recht gewöhnungsbedürftig und im Alltag nicht so easy handzuhaben wie andere subtraktive Synths, weshalb ich ihn nicht so oft verwende.

U-he - Zebra 2 = Ich liebe Zebra 2 einfach für seine unendlichen Möglichkeiten. Außerdem klingt der Modulare Synth fantastisch! Nur direkte Sounds sollte man lieber bei anderen Synths suchen. Charakterstark ist Zebra 2 definitiv und für Soundgeeks wohl das Paradies. Kein Wunder, dass auch größen wie Hans Zimmer diesen Synth liebt.

KV331 - SynthMaster = Dass SynthMaster wirklich klasse klingt steht außer Frage. Leider stellt sich diesem Synth und mir seine nervige Oberfläche in den weg (ähnlich wie Dune 2, nur noch schlimmer!). Zwar ist das GUI nicht unbedingt schlecht, aber ich werde damit einfach nicht warm. Dennoch gibt es wirklich tolle Sounds, die ich gerne nutze um Songs abzurunden.


Effekte:

Acon Digital - Multiply = Ein fantastischer Chorus Effekt zum Nulltarif. Oftmals nutze ich ihn um Klänge subtil anzudicken. Er eignet sich aber auch extrem gut dazu Klänge im Stereofeld zu positionieren, mehr weite zu verschaffen.

Alex Hilton - A1 Stereo Control = Was zum Henker verleitet jemanden so eine hässliche Oberfläche für ein ansonsten so gutes Plugin zu basteln? Ich weiß es nicht. Jedoch: Alex hat offensichtlich beim Waves S1 abgekupfert - und das hat er sehr sehr gut gemacht! Technisch funktioniert das Plugin einwandfrei. Mit diesem Teil kann man Klängen wunderbar den letzten Feinschliff verpassen, wenn´s um Positionierung geht.

Cableguys - Pan Shaper = Natürlich darf auch ein Autopanner nicht fehlen. Rhythmische Pannings oder "freilaufende" Pannings sind natürlich tolle kreative Effekte, die für mich nicht mehr wegzudenken sind.

Cableguys - Volume Shaper = Wirklich einfach zu bedienendes Gate. Hauptsächlich nutze ich es für fein abgestimmte Sidechaineffekte aber auch für rhythmische Elemente.

D16 Group - Decimort 2 = D16 macht wirklich tolle Plugins zum wirklich guten Preis. Decimort ist einfach genial für downgrading. Egal ob grit für die Bassline, Charakter für den Lead oder Oldschool Stimmeffekte... das Teil ist definitiv eines meiner liebsten Plugins.

D16 Group - Devastor 2 = Devastor ist großartig um Bässen mehr Charakter zu verleihen. Auch hier hat D16 ein wahnsinns Plugin gebastelt. Es tut einfach was es soll. Ich bin mit dem Sound absolut zufrieden, liebe die übersichtliche Oberfläche... zu dem Preis, wirklich ein hammer Plugin!

Dmitriy Sches - Tantra = Ein echter allrounder. Lade ein Pad, knall ein Preset drüber und Du hast ein interessantes Rhythmuselement. Bis heute habe ich bei weitem noch nicht alle Möglichkeiten, die Tantra bietet entdeckt/ausgekostet. Ich nutze es wirklich gern, wenn ich ein schnelles Ergebnis brauche und einen Lückenfüller suche. (Das mag ein bischen "übel" sein, aber manchmal muss man einfach zusehen auch etwas Zeit zu sparen... und dabei ist Tantra extrem hilfreich!)

EAReckon - EAReverb 2 = Die Version 1 von EAReverb hatte ich mal beim OneSynthChallenge gewonnen. Zunächst konnte es mich nicht so recht überzeugen, da ich noch andere Reverbs begutachtet hatte. Allerdings hat mich EAReverb nach einer kleinen weile dann doch gepackt. Als dann noch Version 2 auf den Markt kam war klar, das wird mein go-to Halleffekt. Es mag Halleffekte geben, die einfacher zu bedienen sind. Beziehe ich aber alles ein (Technik, Klang, Bedienung, Optik, Preis), habe ich hier meine Nummer 1 gefunden.

FXpansion - Bloom = Bloom ist ja eigentlich schon kein normaler Echoeffekt. Das Teil kann so unglaublich viele interessante Dinge zaubern, klingt dabei auch noch wirklich gut und hat einen angemessenen Preis. Mein Echoeffekt, wenn es um etwas mehr Finesse im Echo geht.

FabFilter - Volcano 2 = Bis heute bin ich mit Volcano 2 nicht wirklich warm geworden. Lange wollte ich diesen Filter haben. Als ich ihn mir dann zum Angebotspreis erstanden habe, war ich doch überrascht und gleichzeitig enttäuscht, wie schwierig es für mich war/ist, mich an die Oberfläche zu gewöhnen. Klar nutze ich ihn, klanglich ist er sicher super, dennoch würde es mich nicht wundern, wenn ich nicht doch irgendwann auf ein anderes Filterplugin umsteigen würde.

Image Line - Vocodex = Vocodex ist definitiv eines der besten Vocoder Plugins auf dem Markt. Der Preis geht auch völlig in Ordnung und die Oberfläche ist ansprechend für die Augen. Als ich damals nach einem Vocoder suchte, war die Entscheidung nicht schwer und bis heute habe ich sie auch niemals bereut!

Native Instruments - Replika = Replika tut was es soll... einfaches Echo, ohne großem SchnickSchnack. Dennoch klingt er dabei so unglaublich gut. Dennoch kann man genug interessante Finessen einbauen, damit das Echo nicht zu klinisch klingt. Ein wirklich tolles go-to Echo Plugin, das zu schnellen, aber tollen Ergebnissen führt.

Native Instruments - Transient Shaper = Tatsächlich nutze ich Transient Shaper generell nicht gerne. Lieber sehe ich zu die ADSR Kurve im Synth korrekt anzupassen. Wenn das aber eben nicht geht oder nur wirklich subtile Anpassungen notwendig sind, werfe ich dieses Stückchen Software auf den Kanal. Allerdings kann ich auch nur wirklich dezente Anpassungen empfehlen.

PreSonus - Compressor = Ein Kompressor der Klasse "Tut was er soll". Der DAW-Eigene Kompressor hilft mir bei schnellen einfachen Kompressionsaufgaben oder auch Sidechaining. Einfach, CPU-Freundlich, passt!

PreSonus - EQ = Natürlich gibt es tonnenweise EQs auf dem Markt. Aber mal ehrlich - Guter Sound wird NICHT durch einen guten EQ alleine gebaut. Für mich ist der EQ nur eine Ergänzung. Mag sein, dass dem EQ in anderen Bereichen eine höhere Priorität zugeordnet werden muss. Allerdings versuche ich grundsätzlich nach dem Motto "je besser das EINGANGSSIGNAL, desto besser das AUSGANGSSIGNAL" zu arbeiten. Soll also heißen, wenn mir etwas am Klang nicht passt, versuche ich das zunächst im Synth selbst anzupassen. Daher macht der EQ von Presonus für mich einfach was er soll. Auch in diesem Fall: "Tut was er soll"

PreSonus - Multiband Dynamics = Dieses Teilchen ist so meine "Geheimwaffe" im MasterBus. Tatsächlich kann man mit einem Multiband Compressor so viel Charakter entwickeln, dass ich das nie und nimmer weggeben würde. Und ganz ehrlich, das Plugin funktioniert für mich so gut, dass ich nie wirklich nach einem Ersatz gesucht habe.

TDR - Nova = Jep, auch mich hat´s erwischt. Seit dieser dynamische EQ aufgetaucht ist, hat er von sich Reden gemacht - zu Recht! Er ist so das Zwischending des PreSonus EQ und Multiband Dynamics. Einfach zu bedienender EQ mit gutem Klang. Es ist einfach Klasse, dass man Frequenzen dynamisch reduzieren kann. Dadurch entfernt man "böse" Frequenzen auf die sauberste Art, da andere Klangbereiche unberührt bleiben - der Klang bleibt also wunderbar charakterstark und lebendig.

U-he - Presswerk = Mein Super Kompressor/Limiter/Voice Enhancer, was auch immer. U-he hat hier wirklich ein Kompressormonster gebastelt. Hauptsächlich nutze ich ihn im MasterBus. Allerdings habe ich ihn auch schon für Stimmen verwendet. Wenn die Stimmaufnahme sowieso schon gut klingt und dann auch noch die VoiceView Einstellung genutzt wird, kommt ein unglaublich lebendiger, satter Sound zustande. Wiedermal vielen vielen Dank an U-he für dieses tolle Stückchen Software!

U-he Satin = Satin ist wirklich eine interessante Tapemachine. Wenn ich mit dem Multiband Dynamics und Presswerk dahinter bereits einen guten Gesamtklang hinbekommen habe, packt Satin dazwischen gesetzt nochmal das letzte Quäntchen Charakter hinein. Es ist so subtil und kaum zu beschreiben, dennoch passiert es! Mal ganz abgesehen kann man mit Satin ja auch sehr interessante Echo Effekte basteln... damit experimentieren lohnt sich! (Übrigens gibt es ein kostenloses Presetpack für Satin von Bjulin Waves ;))

Voxengo - Span = Dieser kostenlose Visual Analyzer sitzt grundsätzlich ganz am Ende des MasterBus. Er zeigt mir all das, was ich mit meinen Ohren nicht hören kann. Wirklich nicht mehr wegzudenken!


21 April 2016

Musik ohne Ziel?

Oftmals denke ich darüber nach, wie man besser Musik komponieren kann.
Wenn ich mir so anhöre, was so an Musik im Internet kursiert oder zur Zeit einfach auch angesagt ist, hilft mir das witzigerweise selten weiter bzw. muss ich oftmals lange suchen, bis ich tatsächlich etwas finde, das mich anspricht.

Es gibt so unglaublich viel Musik, die einzig und allein auf Profit abzielt, dass man wenig Musik findet, die wirklich noch etwas aussagt. Scheinbar ist das also ein Ansatzpunkt: Gute Musik sagt etwas aus - vermittelt ein Gefühl, erzählt eine Geschichte!

Wie kann ich also Musik machen, die eine Aussage vermittelt?

Viele andere Musiker machen das über die Texte, die sie schreiben. Allerdings habe ich für´s Texten nun wirklich kein Talent. Ich muss das über die Musik, die Melodie, den Rhythmus, den Stil vermitteln. Gut, da gibt es ja zum Glück unglaublich viele Variationen und Kombinationsmöglichkeiten. Die richtige Kombination herauszusuchen, auch neue Kombinationen zu testen, um das passende Gefühl zu vermitteln - das ist wohl ein Teil der großen Kunst.

Aber da steckt ja gleich noch ein wichtiger Gedanke drin, oder!?
Wie kann ich die korrekte Kombinationsmöglichkeit erkennen, wenn ich gar nicht weiß, worauf ich hinaus will? Liegt nicht genau da der Hund begraben?

Viele sogenannte Musiker sind ganz einfach unempfindsam geworden. Sie haben nichts mehr zu "erzälen". Oftmals geht es einfach nur um das liebe Geld. So unglaublich viele Leute wollen mit ihrer Musik Geld verdienen und doch legen sie so wenig Anstrengung, Herz hinein, dass es wirklich zum Schämen ist. Diese Idee mit Musik die dicke Kohle zu machen ohne sich großartig anstrengen zu müssen... die wahrscheinlichkeit dürfte so im selben Bereich liegen wie im Lotto den Jackpot zu knacken. Sie erstickt förmlich alles, was die Musik eigentlich zum Leben bringt.
Und dann gibt es ja noch die Gegenseite: Was ist mit den Hörern? Sie sind so anspruchslos geworden, dass sie die bequemlichkeit der heutigen "Music Maker" akzeptieren. Larifari trallala und am besten SOLL sich dann auch noch alles luftig leicht anfühlen. Na gut, ab und zu darf es doch noch ein Liebeslied sein. Aber bestenfalls einfach Partystimmung und absichtliches "haschen nach dem Wind".

Nein, ich will nicht hetzen und ich will auch nicht den ganzen Tag über russische Opern oder osmanischen Herzschmerz... aber ich werde mich andererseits auch nicht dazu hinreißen lassen, den selben Weg einzuschlagen und geradewegs bewusst substanzlose Musik zu machen!

Es so einfach geworden Musik zu machen, die den "Monströs-Effekt" vermittelt. Das ganze beeindruckt dann zwar sehr schnell, alles wirkt so überwältigend. In diesem Moment ist man von der größe so angetan, dass man den Inhalt einfach übersieht - oftmals ist dann da nämlich kaum etwas zu finden. Aussage? Thema? Ähhh... achja, "krass bombastisch" eben. Andererseits verlieren diese Songs aber auch sehr schnell ihre Wirkung!
Natürlich hat "krass bombastisch" seine Berechtigung und kann sinnvoll eingesetzt viel Sinn ergeben. Aber bitte - das ganze hat solche Ausmaße angenommen, dass andere wertvolle Themen in Vergessenheit geraten, die man musikalisch ausdrücken kann. Tatsache ist, es wird immer nur relativ wenig echte Musik geben... und danach muss man als Hörer eben suchen. Und als solcher kann ich nur weiterempfehlen den Anspruch an die Musik wieder etwas zu heben und mehr Substanz zu fordern!

Als "Macher" kann ich mich nur anstrengen, weiter in das einzutauchen, was ich vermitteln will. Sollte ich also wieder Lust haben ein Album zu basteln oder Musik für Klienten zu kreieren, dann sollte ich mir VORHER Gedanken dazu machen. Ich sollte genau wissen, welches Ziel ich mit dem nächsten Song, dem Soundtrack, dem Album verfolge. Welche Emotion möchte ich beim Hörer wecken? Welche Geschichte möchte ich erzählen?

Und weil all diese Dinge Zeit in Anspruch nehmen - bin ich da nicht wieder am Gedanken "Qualität vor Quantität" angekommen?

05 April 2016

"Analogue Imperfections"

For a long time now, I´m holding this back, but now I have to say it! ;)
(Hopefully my english is sufficient to point out my thoughts)

The thing is, "analogue imperfection" overall is nothing but a wrong idea.
IMHO it´s not about imperfection. It´s about all those little details that don´t happen with clear/clean digital code.
Just think about how much code and cleverness is needed to rebuild that analogue sound.
If anyone wants to say, that all that stuff urs and the others do is nothing but dirt, then it would be enough to put some random attributes into the code of the osc/filters and voila, you would have analogue sound... also, this would be a slap into the face of the developer!

No, it´s not imperfection - it´s all those little details that add up to an interesting sound, many people love and call "analogue".

Here´s a metaphor to explain it:

Have a look at these pictures
-> https://home.otoy.com/wp-content/upload ... rian_1.jpg
-> https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... i_rome.jpg

And then have a look at these
-> https://home.otoy.com/wp-content/upload ... 2/1250.jpg
-> http://www.wallpaperhdf.com/wp-content/ ... lery-1.jpg

Which one represents digital and which one is analogue? I think it´s clear.
Both rooms are "clean"... there is no "dirt" or "imperfection".
The living room has it´s purpose as well as the clean op room.
The lobby as well as the vintage room.

The question is: What is the purpose?
If I need a clear, thin, primitive sound without any warming additions, a digital synth might be what I want to go for.
If I need a warm, thick, well shaped sound, then the analogue synth would be my decision.

There are just too many people out there who only want to hear that harsh, primitive sound of digital synths. Though, the purpose is clear: Head banging, in your face sound for all kinds of edm music.
It´s relatively easy and fast to do, plus people don´t need to get deeper into music theory or something.

And then there are others who seek for "life" in the sound... to me, these are all those little details happening in "analogue" sound. Again, it´s clearly not imperfections - it´s the details, that make the sound live.

And btw... that´s the reason why most people can´t explain, what "analogue" sound is.
Too many things happen in the background naturally. There´s no code, no maths... the sound is simply generated.
No one can tell what exactly/mathematically is going on in analogue synths. Each part affects the sound in it´s own way.
-> For example, think about how much effort u-he puts in understanding what happens when you switch on/off oscillators on a pro one. They need to find a way to recreate those things mathematically, so they can implement that into the code.
https://www.youtube.com/watch?v=6MzLbGy7-Uk&feature=youtu.be

Here´s another example:
How many details can you find in the op or the living room?
Or which list of details would be longer - the one of the lobby/op or living/vintage room?
Which room has more personality/character?

Résumé:
Even if a lobby or an op absolutely has it´s purpose, I definitely wouldn´t want to spend all of my time there!

19 März 2016

Alles cool soweit!

Und wieder ist eine Woche rum und ich dachte mir, eine kleine Zusammenfassung wär doch ganz schön! ;)

Es macht echt riesen Spaß mit Shin'en zu arbeiten!
Erst gab´s eine Preisverhandlung, die nach drei e-Mails abgeschlossen war und dann konnte ich auch schon den ersten Track komplett abschließen. Es ist einfach cool, wenn man mit leuten zusammenarbeitet, die spaß an der Arbeit haben!

Und wo wir gerade beim Thema sind: Ja, auch Spiele entwickeln ist echt ne knackige angelegenheit. Klar macht das Spaß, aber will man ein "rundes" Produkt abliefern, hat das sogar sehr viel mit Arbeit zu tun. Sieht man beispielsweise daran, das die Jungs gerne ein Update für FAST Racing NEO veröffentlichen wollen. Allerdings ist es eben nicht mit ein paar zusätzlichen oder verbesserten Codezeilen/Grafiken getan: Das ganze muss ja für Japan / USA / Europa angepasst werden. Übersetzungsarbeit, Anpassung der Grafiken an die sprachlichen unterschiede, Absprache mit Publishern aus Übersee, Freigabe von Nintendo of Europe, Nintendo of America, und und und... so vieles gibt es da noch, von dem auch ich nicht weiß!

Auch für mich als Musiker... Wie fühlt es sich wohl an, wenn man einen 10 Sekunden Part über eine halbe Stunde lang hört!? Oder generell - passendes Material basteln, das sich dann auch in das Spiel sauber einfügt, dabei darf man dann aber nicht monoton werden, muss variationen finden andere Stile einfügen. Und dann natürlich noch die technische Seite... schließlich muss die Musik für TV-Lautsprecher optimiert sein, auf guten Lautsprechern aber dennoch FETT klingen. Achja, und die Tatsache, dass man sich oftmals einfach anpassen muss. Musik für Spiele machen hat nichts oder wesentlich weniger damit zu tun, dass man "seine" Musik in ein Spiel bringt - es geht viel mehr darum, sich so weit anzupassen, das Feeling des Spiels zu verstehen und entsprechenden Sound zu basteln. Hat man hierzu aber die richtige Einstellung, kann das aber eine ziemlich coole Herausforderung sein!
Hat irgendwie ein bischen was von schauspielern - Nur, dass ich mich nicht in eine Person einfühle, sondern in das Spiel. Hört sich komisch an, ist aber so! ;)

Mit SatYatunes arbeite ich ja auch noch an dem neuen Skin für U-he´s HIVE Synth. Jetzt bin ich auf einmal der Auftraggeber und muss die Richtung angeben - zwar auf einem anderen Gebiet, dennoch ist es wieder cool einen "Rollenwechsel" durchzuführen. Bis jetzt bin ich mit dem Chiptunes Soundset gut vorangekommen, allerdings kommen die richtig interessanten Sachen erst noch. Ich glaube nicht, dass ich vor Ende April damit fertig sein werde.

Aber eines muss ich sagen - meine Produktivität hat sich stark gesteigert! Nicht, weil ich mehr Arbeite - ich habe einiges im Bezug auf die Art wie ich produktiv arbeiten kann gelernt. Es funktioniert wesentlich besser mehrere Iterationen (Wiederholungen) durchzuführen, als eine 8-Stunden-Session bis 3 Uhr nachts durchzuziehen! 3 Stunden heute, 3 Stunden morgen und wenn es sich gerade richtig gut anfühlt und ich weiß, was ich noch machen will, auch mal 4 Stunden.
Das schont meine Ohren, meine kreative Power, meine Freizeit und meine Frau! ;)

Nochmal zurück zum Unterschied:
Zum Beispiel bin ich früher teilweise 4-8 Stunden am Stück an einem Song gesessen, weil ich ja Werktags sonst keine Zeit hatte. Am Wochenende also durchaus mal 6 Stunden Session bis spät in die Nacht. Das ist so ne DAW Musiker krankheit! Man liest oftmals in Foren: "Und das alles habe ich gestern in 4/6/8 Stunden gemacht" Alles ist vollgeknallt mit Effekten und Kompressoren etc... aber "Musik" ist da recht wenig vorhanden. Es ist eben das, was das Musik machen am Computer auch so cool macht - man vergisst sich und die Welt um einen herum. Manche schauen den ganzen Tag TV andere spielen Spiele bis zum Umfallen und andere setzen sich eben an eine DAW. Aber genau da liegt der Hund begraben!

Das Problem besteht in zweierlei hinsicht:
1. Man verfällt ziemlich schnell in den "Flow". Man arbeitet ohne wirklich darüber nachzudenken, was man da eigentlich tut. Ist zwar ganz angenehm mal alles um sich herum zu vergessen, aber produktiv ist man dabei nicht unbedingt. Man verfängt sich in sinnlosen Detailbearbeitungen und weil das Gehör sich der ständigen Wiederholungen anpasst, verliert man den Sinn für das, was wirklich wichtig wäre, z.B. eine gute Melodie!

2. Melodie ist ein gutes Stichwort - Man beschäftigt sich als Computermusiker viel zu wenig mit der Musiktheorie! Ja, wir können viele viele Knöpfe drehen, wo andere nur ein großes Fragezeichen hätten. Wir arbeiten mit 0-Verzögerungs-Filtern in Synthesizern, M/S Mastering, Sidechaining, RMS- und Peak-Werten, etc... aber, DAS IST NICHT MUSIK! Am liebsten hätten wir, dass die Melodie / Akkordfolgen auch wieder per "Knöpfle drehen" entstehen. Und witzigerweise sind gerade in dieser Hinsicht einige Lösungsansätze auf den Markt gekommen. Zwar interessant, welche Wege hier gegangen werden, dennoch ist es irgendwie schade, dass man keine Lust hat / zu faul ist, sich mit der Musiktheorie auseinander zu setzen um Akkordfolgen zu entwickeln, sich der Melodie anzunehmen, um musikalisch etwas auszudrücken.

Ich habe mir für meinen Teil habe mir vorgenommen weniger Zeit für die technische Seite zu nehmen und dafür etwas mehr Zeit für die komposition zu nehmen - und das hat mir bisher einen enormen Schub an kreativität eingebracht!